Aktuelles aus dem Mehrgenerationenhaus


Sonne, Sühnekreuze und Spaß: Das Projekt "Aikido für Alle" besucht Jelenia Gora

30. November 2018

Wir hatten uns viel vorgenommen für den letzen, so sonnigen Sonntag im November.
Wir, das sind die TeilnehmerInnen, TrainerInnen, BegleiterInnen und Dolmetscher des vom Interreg (Polen-Sachsen) finanzierte Projekt "AIKIDO für Alle", welches sich an Menschen mit besonderen Herausforderungen aus Polen und Deutschland richtet. Herausforderungen haben wir alle, wobei Manche dafür bestimmte Arten von Unterstützung bekommen und andere nicht.

Das Anliegen des Projektes ist es, diese beiden Gruppen von Menschen über nationale und andere Grenzen hinweg mittels AIKIDO miteinander in Kontakt zu bringen. AIKIDO ist eine japanische Kampfkunst, die sich auf Harmonisierung der Lebenskräfte konzentriert.
Das Projekt umfasst 12 gemeinsame AIKIDO Trainingseinheiten. Als besonderer Höhepunkt war ein Ausflug nach Jelenia Gora geplant, die Heimatstadt vieler Projektteilnehmer.

Der Bus startete um 8 Uhr morgens aus Rothenburg, wo die deutschen TeilneherInnen und BetreuerInnen einstiegen. Die Aikidolehrer und der Übersetzer stiegen in Görlitz zu. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir durch teils malerische Dörfer und eine waldige Landschaft. Gegen 10 Uhr erreichten wir Jelenia Gora, wo Antonio (unser Stadtführer) und die polnischen ProjektteilnehmerInnen bereits auf uns warteten. Antonio hatte sehr viel Interessantes über die Stadt zu berichten:
über einen Pfarrer, der auf der Kanzel vom "Wetterstrahl" gertoffen wurde (das Wort Blitz sollte vermieden werden, sonst könnte man denken, dass der heilige Mann Gottes Zorn auf sich gezogen hätte und darum so jämmerlich zu Tode gekommen ist),
von reichen Kaufleuten, die für ihre prunkvollen Grabvillen dem König eine fette Steuer entrichten mussten,
von den Webern, der Via Regia und den mittelalterlichen Sühnekreuzen, durch die den Mördern ihre verdiente Todesstrafe erlassen werden konnte (plus Pilgerreise nach Jerusalem; aber der Deal war wohl als fair einzustufen).

Zwei Stunden zogen wir so vergnügt durch die wunderschöne Altstadt. Um 12 Uhr kehrten wir im Hotel Mercure zu einem schmackhaften und reichhaltigen Mittagessen ein. Wir hatten viel Zeit, uns zu unterhalten und auch noch vor dem Nachmittagsprogramm etwas auszuruhen.

Um 14 Uhr gingen wir zu Fuß zu dem Dojo (japanisch für Übungsort) von Sensei Sapiela, wo wir zusammen mit seinen AIKIDO-SchülerInnen gute zwei Stunden übten.
Die AIKIDO-Lehrer teilten die Übungszeit gut unter sich auf und so kam ein abwechslungsreiches Programm zustande mit sehr viel Spaß für alle Beteiligten.
Es gab Kinder, Erwachsene, Ältere und AIKIDO-Übende von ganz unterschiedlichen Stilrichtungen und auch Graduierungen. Dank fachkundiger Anleitung konnten alle etwas voneinander mitnehmen und es gab viele Möglichkeiten, miteinander zu lachen.
Mit einem schönen Abendbrot im Hotel Mercure schlossen wir unseren Tag im Riesengebirge ab. Die Krönung war ein Sahnetörtchen zum Nachtisch! Um 18 Uhr machten sich alle auf den Heimweg. Die polnischen TeilnehmerInnen hatten es zum großen Teil nicht mehr weit nach Hause. Auf die Deutschen wartete noch eine gemütliche Busreise von fast zwei Stunden, auf der es wiederum viele Möglichkeiten für den gegenseitigen Austausch gab.

Dank des besonderen Rahmens durften wir uns an diesem Tag noch einmal ganz anders begegnen als zu den regulären Trainingsstunden.
Seit 8. Oktober 2018 finden diese montags von 17.30 bis ca. 19.00 Uhr - abwechselnd in Görlitz (Hochschule, Brückenstraße) und Zgorzelec (Turnhalle der Schule, Kosciuski Straße) statt.

Mit Dankbarkeit und Freude schauen wir zurück auf den überaus gelungenen Ausflug des Projektes "AIKIDO für Alle" nach Jelenia Gora.

Trainingstermine und Orte im Dezember 2018:
03.12.2018 - 17.30 bis 19.00 Uhr, Hochschule Görlitz, Brückenstraße
(Bluebox Bewegungsraum im Erdgeschoss)
10.12.2018 - 17.30 bis 19.00 Uhr, Zgorzelecer Schule ul. Kosciuski, Turnhalle
17.12.2018 - 17.30 bis 19.00 Uhr, Hochschule Görlitz, Brückenstraße
(Bluebox Bewegungsraum im Erdgeschoss)

Aktuell suchen wir noch Freiwillige, die das Projekt "AIKIDO für Alle" nach Ablauf der Projektförderung durch Interreg (31.12.2018) mit den TeilnehmerInnen aus Deutschland am Trainingsort Zgorzelec fortführen würden.
Sehen Sie eine Möglichkeit zu unterstützen, melden Sie sich bitte im Mehrgenerationenhaus Rothenburg des Martinshof Rothenburg Diakoniewerkes
- per E-Mail bei Marika Vetter (international@mehrgenerationenhaus-rothenburg.de) oder
- telefonisch unter +19 172 2763085.

Das Projekt wird gefördert durch:

Schwieriges leicht erklärt und auf Papier gebracht!

Für alle von Migration "Betroffene": Migrant*innen, Ehrenamtliche, Hauptamtliche, Schulen, Behörden, Kitas ...

08. Dezember 2017
Ein Jahresprojekt:

Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Familie & Soziales konnte das Mehrgenerationenhaus gemeinsam mit Migrant*innen, Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen und den verschiedensten Behörden und Institutionen Leitfäden in leichter Sprache für wichtige Lebens- und Alltagsbereiche erstellen:
 

  • Ausländerbehörde
  • Jobcenter
  • Gesundheit
  • Wohnen und Wohnung
  • Kindergarten
  • Schule

 
Sie dienen dafür, das alle Beteiligten eine gemeinsame Basis mit den gleichen Informationen besitzen. Schwierige und komplexe Sachverhalte sind in leichter Sprache und mit Bildern erklärt.

Unsere erste Auflage finden Sie hier als PFD´s zum Download. --->

Die Leitfäden stehen Ihnen zur Zeit zur Verfügung in:

  • leichter deutscher Sprache
  • leichter russisch/deutscher Sprache
  • arabisch/deutscher Sprache (folgt noch)
      

 
Wir freuen uns über jede Rückmeldung! Diese erste Version sehen wir als Arbeitsgrundlage, die mit Hilfe Ihrer Tipps und Wünsche weiter bearbeitet wird.

Ansprechpartnerin: Marika Vetter
international@mehrgenerationenhaus-rothenburg.de
Tel.: +49 35891 7237
Mobil: 0172 2763085
  
  

Spuren vergangener Zeiten

Nur einen "Wimpernschlag" entfernt vom Martinshof Rothenburg Diakoniewerk befindet sich ein Stück Geschichte dieser Einrichtung, das den meisten Jugendlichen und Erwachsenen völlig unbekannt ist.

Der Ort Tormersdorf. Er liegt heute auf polnischer Seite hinter der Neiße und ist jetzt größtenteils ein verlassenes Waldgebiet.

Von April bis Oktober 2016 bekamen 8 Jugendliche die Chance, im Rahmen der Ausschreibung "Spurensuche 2016" des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz, eine Videodokumentation zur Geschichte des Dorfes zu erstellen. Schon der Projektname "Auf den Spuren vergangener Zeiten" zeigt, in welche Richtung die Erkundung ging. Mit Actioncams und Fotoapparat ausgestattet erkundeten die Jugendlichen (im Alter von 12-18 Jahren) unter der Leitung des Mehrgenerationenhauses die Umgebung des ehemaligen Ortes und begaben sich auf die Spurensuche dieses geschichtsträchtigen Dorfes und seiner ehemaligen Einwohner.

Martinshof Rothenburg Diakoniewerk
Mehrgenerationenhaus Rothenburg
Daniel Vetterlein
Tel.: 035891 - 7237
E-Mail: info@mehrgenerationenhaus-rothenburg.de

Offizielle Einweihung des Hand in Hand MarktLadens am 29.03.2015

zum Abschluß der Internationalen Woche gegen Rassismus.

 
Die Evangelische Kirchgemeinde und das Martinshof Rothenburg Diakoniewerk betreiben gemeinsam den "Hand in Hand MarktLaden".

Seit Juli 2014 werden in Rothenburg/OL Kleidung, Spielsachen, Geschirr, Möbel und vieles mehr gesucht, gesammelt und wieder verteilt. Initiatoren waren Asylsuchende, die seit letztem Jahr in Rothenburg wohnen und denen es für das alltägliche Leben an allem fehlte. Davon profitieren nun alle RothenburgerInnen.

  
Ehrenamtlich Engagierte begannen gemeinsam mit den Asylsuchenden, unter Schirmherrschaft der Bürgermeisterin und Begleitung des Mehrgenerationenhauses des Martinshofs, dieses für Rothenburg neue Konzept umzusetzen. Zunächst in kleinen Büroräumen und anschließend auf ungenutzen Ladenflächen auf dem Rothenburger Marktplatz. Es wurden alle möglichen Dinge von RothenburgerInnen für RothenburgerInnen ab- und wieder ausgegeben.
Die Evangelische Kirchgemeinde und das Martinshof Rothenburg Diakoniewerk ermöglichen seit Mitte März 2015 im Rahmen eines gemeinsamen Projektes eine renovierte Ladenfläche für die Annahme und Ausgabe der Spenden.

Am 29. März 2015 nach dem Gottesdienst wurde das Gemeinschaftsprojekt feierlich geehrt und die Kooperationsverträge hoch offiziell von beiden Seiten unterschrieben. Begleitet von syrischer Saz Musik, original zubereiteten arabischen Tee und Kaffee sowie Informationsmaterial zum Thema "Demokratie, Zivilcourage und gegen Rassismus" mit dem Augen auf e.V. feierten "alte und neue" RothenburgerInnen bei stürmischem Wetter.

Der Hand in Hand MarktLaden öffnet
immer dienstags und donnerstags
jeweils 10.00 - 12.00 Uhr und 15.00 - 17.00 Uhr

Infos und Kontakt unter:
international@mehrgenerationenhaus-rothenburg.de
Mobil: 0174-9438806 (Pfarrer Schmidt)

Aktive Familien-Zeit am Donnerstag - 16-17 Uhr

Für Kinder, Jugendliche und Familien
in der Schulzeit von 16.00 bis 17.00 Uhr
in der Turnhalle Jahnstraße (Grundschule), Rothenburg

Toben - Spielen - Lachen - gemeinsam Spaß haben für Klein und Groß.